Qualitätskonzept

So wichtig für die „Fläming Knolle“ die Herkunft aus dem Fläming ist, sie allein reicht nicht aus, um diesen Markennamen tragen zu dürfen. Vom Anbau über die Pflege und Ernte bis hin zur Bearbeitung und Verpackung müssen eine Vielzahl von Qualitätskriterien eingehalten werden.

Einige von ihnen sind hier dargestellt.

Anbau, Düngung und Pflanzenschutz

Es erfolgt ausschließlich ein kontrollierter, umweltgerechter Anbau im Fläming mit gesundem, zertifiziertem Pflanzgut.
In den Kartoffel erzeugenden Unternehmen ist jedes Feld oder jede Fläche eindeutig identifizierbar.
Im Kartoffelanbau wird die Fruchtfolge von drei Jahren nicht unterschritten.
Der Beizmitteleinsatz wird dokumentiert.
Für eine bedarfsabhängige Düngung erfolgt regelmäßig die Ermittlung des Düngebedarfs. Mindestens alle sechs Jahre werden Bodenuntersuchungen auf Phosphat, Kali und ph-Wert oder Kalkgehalt durchgeführt. Alle Düngemaßnahmen werden bezogen auf das Feld oder die Fläche aufgezeichnet. Die Ausbringung von Stalldung und Gülle ist maximal bis zum 15. Oktober des Vorjahres erlaubt. Auf den Anbauflächen der Kartoffeln erfolgt keine Ausbringung von Klärschlämmen, gewerblichen oder industriellen Komposten.
Die Prinzipien des integrierten Pflanzenschutzes werden eingehalten. Zur Minimierung von Schäden wird immer versucht, bewährte, praxisgerechte, kulturtechnische und nichtchemische Maßnahmen zu nutzen. Pflanzenschutzmaßnahmen werden nur in begründeten Fällen durchgeführt. Durch die gezielte Nutzung direkter und indirekter Pflanzenschutzmaßnahmen wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln optimiert, z. B. durch:

  • die Einhaltung erforderlicher Anbaupausen durch geregelte Fruchtfolgen bzw. Wechsel der Anbauflächen
  • die Sicherung der Feldhygiene durch zeitnahe und gründliche Beseitigung von Ernterückständen
  • die kulturgerechte und schonende Bodenbearbeitung
  • den Einsatz geprüften Saat- und Pflanzguts
  • die Wahl geeigneter Sorten und Herkünfte
  • eine harmonische Nährstoffversorgung
  • den Wechsel der Pflanzenschutzmittelwirkstoffe zur Vermeidung von Resistenzen und
  • die gezielte Behandlung von Teil- und Randflächen anstelle des gesamten Feldes.

Ernte

Vor der Ernte wird eine repräsentative Knollenprobe auf ihre Qualitätseigenschaften untersucht. Die Ergebnisse werden feldbezogen festgehalten. Die Ernte erfolgt nur, wenn der Reifezustand der Kartoffeln, die Bodenverhältnisse, die Witterungsverhältnisse und die Erntetechnik ein schonendes, beschädigungsarmes Roden zulassen. Die eingesetzte Rodetechnik ist in einwandfreiem technischem Zustand und zu hohe Fallhöhen an den Übergabestellen werden vermieden. Alle Erntemaßnahmen werden bezogen auf das Feld oder die abgeerntete Fläche aufgezeichnet.

Lagerung

Vor jeder Lagerung der Kartoffeln werden die Lagerräume planmäßig nachweisbaren Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen unterzogen. Während der Lagerung werden regelmäßig Lagerkontrollen zu Temperatur, Feuchtigkeit, Schädlingsbefall und Verschmutzung durchgeführt und dokumentiert. Für jede Partie im Lager ist die Herkunft nachvollziehbar und wird dokumentiert. Von der Einlagerung bis zur Auslagerung wird auf allen Schriftstücken, die die Partie begleiten, ihre Identität vermerkt.
Jeder Einsatz von Mitteln zur chemischen und nicht-chemischen Keimhemmung wird aufgezeichnet. Die Auslagerung der Kartoffeln erfolgt nur bei geeignetem Knollenzustand mit knollenschonender Technik.

Anlieferung zu Agricola

Die Erzeugerbetriebe liefern die Fläming Knolle auf Abruf mit eigenen Fahrzeugen bei Agricola an. Für den Transport der Kartoffeln werden nur nachweisbar saubere und trockene Transportfahrzeuge und Behälter eingesetzt. Für ihre Reinigung und Pflege werden nur für den Lebensmittelbereich zugelassene Mittel verwendet. Mit der Lieferung werden die Herkunftsdaten jeder Partie an Agricola übermittelt und bei Agricola beim Wareneingang dokumentiert.

Hygiene

In den Betrieben gibt es Hygienemaßregeln, die den Mitarbeitern bekannt sind und nach denen sie arbeiten. Die Umsetzung der betrieblichen Hygienemaßnahmen wird regelmäßig nachweisbar überprüft, ebenso die Hygieneschulungen der Mitarbeiter.