Geografie

Reizvolle Landschaft

Zwischen Elbe, Dahme und Baruther Urstromtal erstreckt sich der Fläming. Mit seiner hügeligen Landschaft ist er ein vornehmlich mit Kiefernwäldern und Heide bewachsener Höhenzug von 130 Kilometern Länge und 40 Kilometern mittlerer Breite.

Der Fläming gehört zum Norddeutschen Tiefland und ist Bestandteil des von Nordwest nach Südost verlaufenden Endmoränenzuges der Saalekaltzeit. Sein Relief ist oft recht bewegt und erreicht für Flachland ziemlich beträchtliche Höhen und Hangneigungen. Gerne wird der Fläming als Mittelgebirge bezeichnet. Doch nur an wenigen Stellen seiner Oberfläche ragt Festgestein hervor.

Der westliche Teil, der Hohe Fläming, ist eine besonders reizvolle, hochgelegene Landschaft mit bis über 100 Meter aufragenden Kuppen. Mit dem 201 Meter hohen Hagelberg in der Nähe von Belzig bietet er die höchste Erhebung des Landes Brandenburg und die zweithöchste des Norddeutschen Tieflandes. Als Hinterlassenschaft der vorletzten Eiszeit zählt der Hohe Fläming zu den ältesten Landschaften Brandenburgs. Mit seinen waldreichen, romantischen Schluchten unterscheidet er sich vom Niederen Fläming. Im nur sanft gewellten Niederen Fläming, der etwa östlich von Niemegk und Treuenbrietzen beginnt, dominieren Felder und scheinbar endlose grüne Wiesen.

In der vielfältig strukturierten Landschaft des Flämings wechseln sich Felder und Wiesen mit weiten Wäldern und trockene Heiden mit feuchten Wiesen und Bruchwäldern ab. Kleine Hügel und Hügelketten beleben die Niederungen. Neben der dominierenden Kiefer bedecken Buchenmischwälder die zentralen Teile des Flämings.

Der Hohe Fläming ist zwar sehr wasserarm, aber an seinem Rande entspringen zahlreiche Quellen. Unter Schutz stehen Wasserläufe, in denen die Forelle heimisch ist. Selbst das sehr seltene Bachneunauge und der Edelkrebs, in Europa fast ausgestorben, leben hier.

Die beiden Naturparke im Fläming „Hoher Fläming“ und „Nuthe-Nieplitz“ präsentieren die landschaftlich abwechslungsreiche und reizvolle Region und sichern ihren Schutz.