Kartoffelanbau im Fläming

Wenn eine Kartoffel zu etwa 78 % aus Wasser besteht, dann ist klar, dass Wasser im Kartoffelanbau eine äußerst wichtige Rolle spielt. Doch die Kartoffel, die uns sonst so bodenständig scheint, ist ein empfindliches Wesen. Hier kommt es sehr auf die Dosis an: nicht zu lange, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig von dem kostbaren Nass. Und kostbar ist das Nass im Fläming, denn die Niederschlagsmengen sind mit 500 Millimeter pro Jahr gering. Ein leichter Boden mit geringem Wasserhaltevermögen tut sein Übriges.

Und trotzdem wird der Fläming nicht nur in Brandenburg als hervorragendes Kartoffelanbaugebiet anerkannt und geschätzt. Hauptgründe dafür sind ein umfangreicher, auf jahrzehntelangem, qualitäts- und ertragsorientiertem Kartoffelanbau basierender Erfahrungsschatz der hier produzierenden Landwirte und die Investition von Millionen in moderne, wasser- und energiesparende Kreis- und Linearberegnungsanlagen. Dank ihres Spezialwissens und der modernen Technik haben die Landwirte im Fläming eine sehr gute Knollenqualität und höhere Ernteerträge.

So liegt im Fläming mit gut 2.700 Hektar die größte zusammenhängende Anbaufläche für Kartoffeln in den neuen Bundesländern. Es werden sowohl Speisekartoffeln als auch Kartoffeln für die Herstellung von Stärke, Kloßmehl, Kartoffelchips sowie Pommes Frites produziert. Außerdem spielt auch die Erzeugung von Pflanzkartoffeln für Saatgut eine Rolle.

Dass die Kartoffeln, die sich „Fläming Knolle“ nennen dürfen, ausschließlich aus dem Fläming kommen, ist im Markenkonzept festgeschrieben. Doch das allein reicht noch nicht. Viele Qualitätskriterien sind zu erfüllen, von der Aussaat über die entsprechende Pflege bis hin zur schonenden Ernte und Lagerung. Nur Unternehmen mit besonders viel Knollen-Know-How und hoher Zuverlässigkeit können Erzeuger für die „Fläming Knolle“ sein. Dazu gehören jetzt schon die Agrar GmbH Flämingland Blönsdorf, die Oehnaland Agrargesellschaft mbH und die Agrargenossenschaft eG Welsickendorf.